NaturVision

NaturVision Filmpreis Bayern 2016

"Die Wilderin"

Der NaturVision Filmpreis Bayern geht an Jonas Julian Köck und Paul Rose für den Film „Die Wilderin“

Jurybegründung

"Ein Film, dessen Ursprung ein einziges altes Foto ist, macht neugierig. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Elisabeth Lackner, genannt Floitenschlagstaude.

In einer einfühlsamen O-Ton-Montage sprechen Menschen, die mit dem Schicksal der Wilderin auf die eine oder andere Art verbunden sind: der Maler und Lehrer, der Wissenschaftler, die Bühnendarstellerin, die „Frauenrechtlerin“, sowie eine greise Bäuerin.

Jonas Köck und Paul Rose schildern das harte Leben einer Frau, von der nur ein altes Foto existiert. Durch ihre Montagetechnik schaffen sie es O-Töne und Spielsequenzen zu einer überraschend spannenden Dokumentation zu machen. Der Film eröffnet anhand einer Biographie von Wilhelm E. Hofer, mit kurzen Spielsequenzen, subjektiven Einschätzungen und Aufnahmen historischer Orte, ein erschütterndes Frauenschicksal: geboren hoch oben, abgeschieden im Zillertal, der frühe Tod der Mutter, mit 16 Jahren verführt und mit dem Kind allein gelassen, mit 25 Jahren unfreiwillig verheiratet und mit acht Kindern ständig einem bitteren Überlebenskampf überlassen. Das Schicksal einer starken Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts nur durch Wildern überleben konnte. Der Film lässt dem Zuschauer den Raum, sich ein eigenes Bild zu machen."

 


 

NaturVision Filmpreis Bayern

Das Engagement von NaturVision für Filme aus und über Bayern spiegelt sich in einem Filmpreis wider, dem NaturVision Filmpreis Bayern!

Pate für den mit 2000 Euro dotierten Preis steht der FilmFernsehFonds Bayern.

Wettbewerbsvoraussetzung ist, dass die Filme in Bayern produziert wurden, von einem bayerischen Filmemacher gedreht wurden oder sich einem explizit bayerischen Thema widmen.


Die Nominierten 2016

Die Wilderin
Deutschland 2015 – 57 min
Regie, Autor: Jonas Julian Köck

Magie der Moore
Deutschland 2015 – 95 min
Regie, Autor: Jan Haft

Wildes Deutschland: Die Zugspitze - Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands
Deutschland 2015 – 43 min
Regie, Autor: Jürgen Eichinger

 


Die Jury 2016

Susanne Vesper (Dipl.Kaufm.) ist mit dem Kino aufgewachsen. Ihrem Vater gehörten die Promenade-Lichtspiele in Passau, eines der ältesten Kinos in Deutschland. Heute betreibt die "Medienwelt Vesper" drei Kinos in Passau und das Cineplex Freyung. Vor allem die Programmgestaltung des vielfach ausgezeichneten Scharfrichter-Kinos Passau trägt die Handschrift von Frau Vesper. Hier werden häufig auch Filme gezeigt, die sich mit Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

 

Eva Riesinger ist in Freyung aufgewachsen und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Kunstgeschichte, Theater- und Literaturwissenschaft. Sie arbeitete als freie Redakteurin und Journalistin, später als Lehrbeauftragte am Zentrum für Medien und Kommunikation der Universität Passau. Seit 2015 betreibt sie in Passau die auf Fotokunst spezialisierte Soiz Galerie.

 

 

Professor Ernst Jürgens hat in Köln Philosophie, Germanistik sowie Theater-, Film und Fernsehwissenschaften studiert und danach freiberuflich als Autor, Regisseur, Produzent und Dozent gearbeitet. Seit 2001 ist er Professor im Bereich Elektrotechnik/Medientechnik an der TH Deggendorf. Prof. Jürgens ist Leiter der Labore Schnitt I und II, des Medienateliers und der Projekte doschauher.tv und „Tiefenrausch“ (Hochschulmagazin bei DonauTV), zudem beschäftigt er sich mit TV Produktion, TV Design und Medienkunst.

 

NaturVision

HeimatSachen


Vor dem Hintergrund von Globalisierung, Massenproduktion und Umweltzerstörung erhalten in unserer Gesellschaft das Lokale, das Authentische und Ursprüngliche mehr und mehr Bedeutung. Im Heimat-Dokumentarfilm geht dabei nicht um Landlust- und Dirndlromantik, sondern um das Verständnis für die eigene Tradition und Geschichte, das letztlich auch Grundlage dafür ist, offen dem Fremden gegenüber zu sein. Mit unseren „HeimatSachen“ möchten wir den Zuschauern die Natur, Traditionen und Menschen Bayerns näher bringen und dabei den Heimat-Begriff immer wieder auch kritisch hinterfragen. Unser Schwerpunkt 2016 lautet deshalb „Heimat und Fremde“.